
Schritt-für-Schritt-Anleitung für LNG-Betankungsvorgänge
2025-03-26 22:15Schritt-für-Schritt-Anleitung für LNG-Betankungsvorgänge: Sicherheitsprotokolle und Vorkühlverfahren
Flüssigerdgas (LNG) hat sich als saubere, effiziente und vielseitige Energiequelle für Industrie und Transportsektor etabliert. Für LNG-Tankstellen sind eine ordnungsgemäße Vorkühlung und systematische Betriebsabläufe entscheidend, um Sicherheit, Effizienz und die Einhaltung internationaler Standards zu gewährleisten. Dieser Artikel beschreibt den detaillierten LNG-Betankungsprozess und konzentriert sich dabei auf die Einrichtung der Anlage, die Vorkühlungsschritte und die Ventilsteuerungsprotokolle. Ob Techniker, Anlagenbetreiber oder Flottenmanager – das Verständnis dieser Schritte hilft Ihnen, den Betrieb zu optimieren und Risiken zu minimieren.

1. Inspektionen vor der Inbetriebnahme: Sicherheit geht vor
Vor Beginn der LNG-Betankung müssen die Betreiber die auf dem Gestell montierten Anlagen und Ventile gründlich prüfen. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor:
Ventilstatus prüfen: Überprüfen Sie, ob alle Entlüftungsventile (Hoch-/Niederdruck), Flüssigphasen-Boosterventile, Gasphasen-Wurzelventile und Not-Aus-Ventile (ESVs) in der richtigen Position sind. Stellen Sie sicher, dass die ESVs während der Einrichtung geschlossen und die Wurzelventile der Sicherheitseinrichtungen geöffnet sind.
Instrumentenluftdruck: Stellen Sie sicher, dass der Instrumentenluftdruck innerhalb des angegebenen Bereichs liegt, um Steuerungssysteme und pneumatische Ventile mit Strom zu versorgen.
Notsysteme: Testen Sie die Funktionalität von Notabschaltsystemen und stellen Sie sicher, dass sie auf Steuersignale reagieren.
Diese Vorbereitungsphase stellt sicher, dass das System für einen sicheren Betrieb bereit ist und verringert das Risiko von Lecks oder Druckungleichgewichten während der nachfolgenden Schritte.
2. Entlüften und Abdichten: Schaffung sicherer Wege
Sobald die Inspektionen abgeschlossen sind, können Sie mit der Aktivierung der Entlüftungs- und Flüssigkeits-/Gaswege fortfahren:
Gasphasenventile öffnen: Öffnen Sie schrittweise die manuellen Wurzelventile für die Gasphase des Lagertanks sowie die Gasphasen-Notabsperrventile des Pumpenpools.
Druck überwachen: Überprüfen Sie den Pumpenpooldruck und prüfen Sie alle Flansche, Dichtungen und Anschlüsse auf Lecks. Beheben Sie erkannte Lecks sofort, um Systemausfälle zu vermeiden.
Eine ordnungsgemäße Entlüftung verhindert einen Druckaufbau, während strenge Dichtheitsprüfungen vor Umweltgefahren und Betriebsausfällen schützen.
3. Aktivierung der Flüssigkeitszufuhr: Öffnen der Einlassventile
Nachdem bestätigt wurde, dass das Entlüftungssystem betriebsbereit ist, leiten Sie den Flüssigkeitsfluss aus dem Lagertank ein:
Flüssigkeitsventile öffnen: Öffnen Sie schrittweise die manuellen Wurzelventile und Notabsperrventile für die Flüssigphase des Lagertanks. Aktivieren Sie gleichzeitig das Notabsperrventil für die Flüssigphase des Pumpenpools.
Vorbereitung der Vorkühlung: Bereiten Sie sich auf die Vorkühlungsphase vor, indem Sie die Temperatursensoren überwachen und sicherstellen, dass das Pumpenbecken für kryogene Temperaturen (-162 °C für LNG) bereit ist.
In diesem Schritt wird das System von der Inertgasentlüftung auf die aktive Flüssigkeitshandhabung umgestellt. Dies erfordert eine präzise Steuerung, um einen Thermoschock oder eine Ventilfehlfunktion zu vermeiden.
4. Pumpenvorkühlung: Kritisches Temperaturmanagement
Die Vorkühlung ist ein wichtiger Schritt für die sichere Einspeisung von LNG in das System. Beachten Sie die folgenden Hinweise:
Vorkühlung einleiten: Lassen Sie die Pumpe LNG bei niedrigen Durchflussraten zirkulieren und senken Sie die Temperatur schrittweise auf kryogene Werte.
Überwachen Sie wichtige Parameter: Verfolgen Sie Temperaturänderungen im Pumpenpool und überprüfen Sie Ventile, Flansche und Dichtungen auf Eisbildung oder Lecks.
Sicherheitsprüfungen: Stellen Sie sicher, dass die vakuumisolierten Rohrleitungen des Skids intakt sind, um den Wärmeeintrag zu minimieren. Stellen Sie sicher, dass die Stationssteuerung im Automatikmodus ist und alle Instrumente korrekte Messwerte anzeigen.
Das Vorkühlen erfordert Geduld und ständige Überwachung, um plötzliche thermische Kontraktionen zu vermeiden, die die Komponenten beschädigen könnten.
5. Abschließende Systemprüfungen: Ausrichten von Ventilen und Modi
Vor Beginn der Tankvorgänge:
Ventilpositionen überprüfen: Stellen Sie sicher, dass die Flüssigphasen-Einlassventile und Not-Absperrventile des Lagertanks geöffnet sind, während nicht unbedingt erforderliche Ventile (z. B. Pumpenentlastungsventile) geschlossen bleiben.
Steuerungssystemmodus: Schalten Sie das Stationssteuerungssystem in den automatischen Modus und stellen Sie sicher, dass sich alle pneumatischen ESVs in ihrer Standardposition (nicht betätigt) befinden.
Instrumentenvalidierung: Überprüfen Sie die Parameter für Druck, Temperatur und Durchflussrate anhand vordefinierter Sicherheitsschwellenwerte.
Dieser letzte Schritt gewährleistet eine nahtlose Integration zwischen manuellen und automatisierten Systemen und reduziert das Risiko menschlicher Fehler beim Tanken.
6. LNG-Betankungsbetrieb: Der Prozess beginnt
Sobald die Vorkühlung abgeschlossen ist und alle Systeme überprüft wurden:
Tankwagen einschalten: Schalten Sie den LNG-Zapfhahn ein und starten Sie seinen Vorkühlzyklus, wie im Gerätehandbuch beschrieben.
Überwachung der Fluiddynamik: Beobachten Sie die Flüssigkeitszirkulation, um einen ordnungsgemäßen Durchfluss durch die Kühlkreisläufe des Spenders sicherzustellen. Beheben Sie Unregelmäßigkeiten, wie z. B. unzureichenden Flüssigkeitsrückfluss, der auf Ventilblockaden oder Pumpenineffizienzen hinweisen kann.
Betankung beginnen: Nach erfolgreicher Vorkühlung und Systemvalidierung beginnen Sie mit der Betankung der Fahrzeuge mit LNG. Beachten Sie stets die Sicherheitsrichtlinien für Fahrzeuganschluss und Kraftstofftransfer.
7. Postoperative Protokolle: Wartung und Dokumentation
Nach Abschluss des Tankvorgangs:
Sicheres Herunterfahren: Reduzieren Sie die Durchflussrate schrittweise und versetzen Sie das System in den Standby-Modus. Schließen Sie alle Ventile außer den für die Wartung benötigten.
Dichtheitsprüfungen: Führen Sie eine abschließende Prüfung auf Lecks oder Temperaturanomalien in den auf dem Schlitten montierten Komponenten durch.
Aufzeichnungen führen: Dokumentieren Sie alle Betriebsparameter, Wartungsaktivitäten und alle Vorfälle zur späteren Bezugnahme und für Konformitätsprüfungen.
Warum diese Schritte wichtig sind
Der LNG-Betankungsprozess erfordert höchste Sorgfalt, von der Ventilsteuerung bis zur Temperaturregelung. Das Auslassen der Vorkühlung oder die Vernachlässigung von Dichtungsprüfungen kann zu schwerwiegenden Ausfällen, einschließlich Geräteschäden oder Sicherheitsverletzungen, führen. Durch die Einhaltung dieser Schritte stellen Betreiber Folgendes sicher:
Sicherheit: Minimiertes Risiko von Lecks, Bränden oder druckbedingten Unfällen.
Effizienz: Optimaler Kraftstofffluss und reduzierte Ausfallzeiten.
Konformität: Einhaltung internationaler Standards wie ISO 21899 für kryogene Systeme.
Unternehmen, die eine zuverlässige LNG-Infrastruktur benötigen, profitieren von rahmenmontierten Systemen mit automatisierter Steuerung und modularem Aufbau, die Skalierbarkeit und einfache Integration ermöglichen. Durch die Zusammenarbeit mit zertifizierten Herstellern wird sichergestellt, dass die Ausrüstung strenge Sicherheits- und Leistungskriterien erfüllt.
Abschluss
Die Beherrschung des LNG-Betankungsprozesses erfordert ein ausgewogenes Verhältnis von technischem Know-how und Verfahrensdisziplin. Durch die Priorisierung von Vorkühlung, Ventilmanagement und systematischen Inspektionen können Betreiber die Betriebssicherheit erhöhen und gleichzeitig höchste Sicherheitsstandards einhalten. Ob Sie eine neue LNG-Tankstelle errichten oder eine bestehende optimieren – das Verständnis dieser Schritte ist der Schlüssel zum langfristigen Erfolg im schnell wachsenden LNG-Markt.